LDN
Low dose Natrexon wird nicht in der üblichen 50 mg (-150) Tablette verschrieben, sondern in niedrigen Dosen von 0,5 bis 4,5 mg.
Einschleichen: über mehrer Wochen steigern bis die individuelle Dosis durch usreichendes Ansprechen gefunden wurde. Die endgültige Tagesdosis ist individuell.
Steigerungsstufen von 0,5 mg --> 1--> 1,5 --> 2 mg--> 3 mg (häufigste Enddosis) --> 4,5 mg. (normalgewichtige PAtienten); (bis 6 oder 16 mg)
Oft wird mit 3 mg begonnen und über Wochen auf 4,5 mg erhöht - je nach Ansprechen UND Nebenwirkungen.
Erhältlich nur über zertifizierte Apotheken. Kosten etwas 67 Cent / Tag - je nach Dosis.
Nebenwirkungen werden so wahrscheinlich vermieden: Schlafstörungen, lebhafte Träume, Kopfschmerzen.
Homöopathen arbeiten seit 230 Jahren mit hom. Dosen von Opium und kennen die paradoxe Wirkung (zum Beispiel: den Schlaf-fördern-- den Schlaf störend)
Die Anwendung ist off-label wie viele repurposed alternative Medikamente, die rezeptpflichtig sind.
MS Patienten mit Muskelspasmen erhalten oft nicht mehr als 3 mg. ldninfo.org
Indikationen:
AIE = Autoimmunkrankheiten: Rheuma, Hashimoto, ....
Fibromyalgie und Bindegewebserkrankungen (Unter den selten empfohlenen Therapieoptionen benannten in Studien befragte Patienten niedrig dosiertes („lowdose“) Naltrexon (LDN) als die insgesamt wirksamste Option, um die Symptome einer Fibromyalgie effektiv zu lindern; LINK).
MS
M. Crohn, Reizdarmsyndrom
neurodegenerative Krankheiten, wie M. Parkinson, ALS
HIV und AIDS
Autismus
Krebs
Mechanismus: Durch die Low dose wird die Wirkdauer von Naltrexon an den Opioidrezeptoren verkürzt. Man geht davon aus, dass durch LDN nicht nur die Empfindlichkeit der Rezeptoren steigt, sondern auch die endogene Produktion von Endorphinen, also der opioidähnlich wirkenden, körpereigenen Botenstoffe. Diese körpereigenen können nach Nachlassen der Bindung von Naltrexon an die Opioidrezeptoren binden. Dadurch soll niedrigdosiertes Naltrexon eine positive Wirkung auf Schmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie das Immunsystem entfalten.