repurposed Doxy, Cimetidin, Aspirin, Propanolol, ....
Doxycyclin: Dr. Nathan Caldwell, Harvard Medical School kam auf die Idee Krebs mit dem Antibiotikum zu behandeln.
Studien (Lamb et al 2015) zeigen, dass Doxy
# die Mitochondrien der Krebszellen angreift und
# 2018 zeigte Catena et al, dass Brustkrebspatientinnen, die 2 Wochen lang täglich nur 200 mg Doxycyclin nahmen eine Remission um bis zu 70 % verzeichneten.
# Es blockiert Metalloproteasen MMP, und verhindert die Metastasierung,
# und unterbricht die oxidative Phosphoryierung der Krebsstammzellen.
Metformin + Syrosingopin: 2 altbekannte Medikamente wurde von Prof. Don Benjamin und Team an der Biozentrum Uni Basel in den 2010er Jahren als selektiv Krebszellen aushungernd beschrieben. Durch deren Energiehunger über eine extreme Form der Glykolyse, den Warbug Effekt, bedient produziert eine Mengen Laktat, welches die Krebszelle schnell loswerden muss, um nicht im eigenen sauren Stoffwechselmüll zu ersticken.
Metformin, ein vielbekanntes Zuckermedikament, unterbricht den Elektronentransport in den Mitochondrien und blockiert auf diese Weise die Energieproduktion, verringert auch die Regeneration von NAD+.
Syrosingopin, ein vergessener Blutdrucksenker, blockiert die Laktattransporter MCT1 und 4 und die Krebszellen übersäuern.
Besonders aggressive Tumoren wie Glioblastome, Bauspeicheldrüsenkrebs und mancher Brustkrebs und Leukämien könnten profitieren. Die Gefahr ist erneut, dass kostengünstige Therapien in der Schublade verschwinden, weil niemand Milliarden verlieren will.
Valproinsäure, Anti-Epileptikum und Stimmungsstabilisator wird weltweit in seiner Krebshemmung untersucht. Es könnte die Genexpression modulieren und Krebszellen empfindlicher für Strahlen und Chemo machen. Histon-DeAcetylase-Inhibitor (HDAC Inhibitor) heißt Hemmung der Verpackung der DNA, wodurch die Chromatinstraktur gelockert ist und heilende das Wachstum regulierenden Gene reaktiviert werden können, die Teilung wird verlangsamt und eine normales Differnezierung oder der Zelltod der Krebszelle ist die Folge. Auch hier wird die Empfindlichkeit der Krebszelle gegen Chemo und Strahlen erhöht. Bei Glioblastomen zeigtesich eine bessere Überlebensrate als unter alleinger Gabe von Temozolomid.
Valproinsäure macht allerdings Leberschäden, Armnut an Blutplätchen und neurologische Beeintraächtigungen.
Zwei Säureblocker:
Cimetidin, ein H2 Rezeptorantagonist, eingesetzt gegen Sodbrennen und Magengeschüre wurde in Studien wie von Boueuf et al 2002 als vielseitig antineoplastisch beschrieben, immunmodulierend, Suppressor T Zellen und die Angiogenese hemend.
Bereits 1994 zeigten Adams et al eine Verdoppelung der drei-Jahres-Überlebensrate bei Darmkrebspatienten (von 41 auf 84%), wenn es vor und nach der Operation eingenommen wurde.
Melanome: in Kombination verstärkte es die Immunantwort gegen den Tumor.
Omeprazol:
# verringert die saure Umgebung der Krebszellen im "Mikromilieu" und läßt damit das Immunsystem besser arbeiten ("sichtbarer" für Killerzellen) und Chemo /Strahlen scheitern nicht mehr an der Säureresistenz des Tumors.
# Zudem wir die Wirksamkeit von Doxyrubicin und Cisplatin durch bessere Wirkstofftransport gesteigert.
# Abwehr des Tumors wird geschwächt
# gute Ergebnisse bei Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs und besonders bei resistenten Hirntumoren
Zwei Schmerzmittel:
Aspirin: kann nicht nur Entzündungen hemmen un i niedrigen dosen das Krebswachstum beeinflussen mit Wirkung auf Blutversorgung und Metastasierung. Indem Aspitin Cox1 und 3 und damit Prostaglandine reduziert unterbricht es einen wichtigen Wachstumstreiber, hemmt zudem neue Blutgefäße und kann die Adhäsion von Krebszellen an Blutgefäße (Metastasierung) reduzieren. Patrigani et al zeigten bereits 2016 dass niedrig dosiertes Aspirin ein geringeres Risiko für Darm-, Brust-, Prostata- und Speiseröhrenkrebs mit sich bringt. Patienten mit Darmkrebs, die es nach der Diagnose weiter einnahmen hatten eine dosisabhängige deutlich höhere Überlebensrate. Wird es eingesetzt ? Nein, es ist zu billig und nicht mehr patentierbar. 100 mg.
D,L-Methadon mit langer Geschichte als Schmerzmedikament ist ein Mischpräparat der D und L Form mit beiden unterschiedlich "drehenden" Enantiomeren, besitzt ein deutlich besseres Sicherheitsprofil als das ähnlich aussehende Polamidon und wird in (Spezial-) Apotheken individuell hergestellt (auf Rezept). L-Metadon dagegen macht Herzrythmusstörungen und ist nicht tumorwirksam. Das synthtische Opioid, die D,L Form macht Krebszellen empfindlich gegen Chemo -neben seiner Wirksamkeit als Schmerzmittel. Das hat Dr. Friesen an der Uni Ulm (Güthle es al 2015) gezeigt, auch in einer Studie mit Gliomen. Es traten keine vegetativen Symptome wie Tachykardie, Schwitzen oder Unruhe auf. Präklinisch wurde beobachtet, das die y-Opiod Rezeptoren (OPRM1) aktiviert und eine Signalkaskade ausgelöst wurde - mit der Folge der Apotose (Zelltod der Krebszellen). Bereits bei Leukämiezellen gezeigt.
Hinweise auf verringerte Chemoresistenz: in verschiedenen Studien Redukion der ABC Transporter, die sonst die Chemo wieder exportieren. Gut erforscht ist es in Kombi mit Temozolomid bei Glioblastomen, aber auch bei Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Auch hier: solange kein Geld für größere Studien bereit gestellt wird, kann keine abschließende Bewertung stattfinden.
---> LDN, Low Dose Naltrexon.
Thalidomid wurde gegen Morgenübelkeit bei Schwangeren eingesetzt und führte in die Contagan Katastrophe. Falls sie nicht schwanger sind, dafür aber einen Krebs haben, kann es (unter extremen Schutzmasnahmen für gebährfähige Frauen) die
# Angiogenese (Neubildung von Gefäßen durch den Krebs) massiv hemmen. Der Tumor, eine invasive Spezies, verhungert. Aspirin blockiert die nötigen Wachstumsfaktoren für die Gefäßbildung VEGF.
# Hemmung entzündungsnfördernder Zytokine TNFalpha
# Steigerung von natürlichen Killerzellen und T Zellen.
# Multiple Myelome: Überleben deutlich verlängert (Goldschmidt et al 2004)
# solide Tumore: Lunge, Nieren, Prostata
# Epigenetik Hacker bez. Expression von Genen = selektiver als Chemo
# Tumormikroumfeld (Thomas et al 2000)
# Derivate: Lenalidomid, Pomalidomid
Propranolol: ein Beta-Blocker
# schützt vor Streshormonen Adrenalin und Noradrenalin, die das Wachstum aggressiver Krebszellen, die empfindlich auf Stresshormone sind im Wachstum, Metastasierung und Therapie-Resistenz ausbremsen, denn die beta-Adrenaozeptoren auf Krebszellen werden blockiert, diese werden weniger invasiv und anfälliger für klassische Therapien.
# unterdrückt die Angiogenese (Pasquier et al 2011) über Hemmung der Expression von VEGF für die Tumorblutversorgung
# reduziert chronische Entzündugwen über das Immunsystem
# vielversprechend auch für Angiosarkom, dreifach negativer Brustkrebs Melanom (Pantziarka et al 2018)
# Kombi mit klass. Therapie verstärkt --> niedrigere Dosen möglich ---> niedrigere Nebenwirkungen. Leider wird die Dosis eher erhöht und der Patient dekompensiert
# Problem ist: die Kosten sind nur wenige Cent. Chemo ist hochpreisig und patentierbar - läuft dieses ab ist ein neues teures "in der Pipeline".